Klasse 9/10

Klasse 9/10

Schüler/innen der Klasse 9/10

Die Klasse 9/10 besuchen Schüler*innen mit unterschiedlichen Erkrankungen. Häufig vertretene Erkrankungen sind dabei Essstörungen, Drogenabhängigkeit, Zwangserkrankungen, Medienabhängigkeit, Depressionen, emotional instabile Persönlichkeitsstörungen und Schulabsentismus.

Schüler*innen aller Schulformen von der 9. bis 10. Jahrgangsstufe werden in der 9/10 aufgenommen. Dazu gehören auch Schüler*innen von berufsbildenden Schulen, die den Hauptschulabschluss oder den Realschulabschluss erwerben.

Die Schülerschaft lässt sich grob in zwei Kategorien einteilen:

Zum einen Schüler*innen, die gut an ihre Heimatschule angebunden sind. Bei diesen erfolgt eine enge Kooperation mit den dortigen Lehrer*innen, was die Arbeit am Heimatschulstoff der Hauptfächer (Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch) sowie in Biologie/NW ermöglicht. Weiterhin gewährleisten individuelle Arbeitspläne und eigenverantwortliches Arbeiten auch in den Nebenfächern (z.B. Politik, Geschichte, Kunst), dass oftmals eine problemlose Rückkehr gelingt. Dabei sind  die Arbeitsorganisation, die Motivation und das Engagement der Schüler*innen selbst jedoch wichtige Faktoren.

Bei „schulfernen“ Schüler*innen steht zunächst der regelmäßige Schulbesuch und die Gewöhnung an die damit verbundenen Tätigkeiten wie z.B. das Erledigen von Hausaufgaben, das Durchhalten eines Schultages und der Aufbau von Selbstvertrauen und Motivation für schulische Belange im Vordergrund. Langfristiges Ziel ist es, diese Schüler*innen wieder an ihre alten oder auch neuen Schulen anzubinden und ihnen so, eine Rückkehr in den normalen Alltag eines Teenagers zu ermöglichen.

Der Unterricht ist in gemeinsame Phasen und Phasen individueller, selbstständiger Arbeit aufgeteilt. Manchmal werden Gruppen nach Themen und Fächern innerlich und äußerlich differenziert – insgesamt wird versucht, sehr auf die speziellen Bedürfnisse (krankheitsbedingt, aber auch pädagogisch) eines jeden Schüler*s einzugehen.

Methodik und Unterrichtsformen werden demnach auf die besondere Schülerschaft abgestimmt, so dass neben der inhaltlichen Arbeit auch das Ausbauen sozialer Kompetenzen und die Arbeit an individuellen Förderschwerpunkten gelingen kann. Tägliche individuelle Rückmeldungen und eine angeleitete Selbstreflexion tragen zur weiteren Entwicklung von persönlichen und fachlichen Kompetenzen der Schüler*innen bei. Dies gelingt nur in enger Anbindung und Zusammenarbeit mit der Klinik und im regelmäßigen, fachlichen Austausch mit den anderen Berufsgruppen.

In der Kleingruppe haben wir die Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen mit besonders intensivem Förderbedarf außerhalb eines Klassenverbandes zu beschulen.

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