Klasse 3/4/5

Klasse 3/4/5

Schüler/innen der Klasse 3/4/5

Die Schüler*innen der Primarstufe aus den Klassen 3 und 4, aber auch Schüler*innen, die nicht zielgleich in der Klasse 5 einer Schule unterrichtet werden, besuchen diese Lerngruppe. Diese Kinder werden an unserer Schule unterrichtet, wenn bei ihnen beispielsweise folgende klinische Diagnosen bzw. der Verdacht besteht:
ADS/ ADHS – Zwangserkrankungen – Essstörungen – Sozialphobien – Störungen des Sozialverhaltens – kindliche Depression – Schulangst – Schulverweigerung – Trennungsängste – Bindungsstörungen – Störungen im Lern- und Leistungsverhalten – Enuresis – Enkopresis – Tourette-Syndrom – Autismus-Spektrum-Störungen – Ticstörungen, – Belastungsstörungen.

Auswirkungen auf den Unterricht

Alle Störungsbilder wirken sich auf das Lern- und Leistungsverhalten der Schüler*innen aus.
Somit ist der Auftrag, nach intensiver Beobachtung, Kooperation mit Heimatschule und Klinik, individuelle Förderpläne zu erstellen und diese im Unterricht konsequent umzusetzen. Da unsere Schüler*innen nach unterschiedlichen Richtlinien (zielgleich/zieldifferent) unterrichtet werden, ergibt sich eine extrem heterogene Lerngruppe.
Die individuelle Förderung in den Kernlernfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) hat einen großen Stellenwert, es sollten aber immer parallel auch die sozialen Kompetenzen der Kinder gefördert werden (Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Referate, Präsentation vor einer Gruppe).

Konsequenzen aus den psychischen Störungen für die Unterrichtsgestaltung

Die sehr individuellen Ausprägungen der Störungen erfordern ein hohes Maß an Individualisierung und Differenzierung im Umgang mit jedem Einzelnen. Lernangebote erfolgen kleinschrittig mit, wenn nötig, intensiver Unterstützung durch die Lehrer*innen, um wieder Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit aufzubauen bzw. zu stärken. Offene Unterrichtsmethoden wie – Tages- oder Wochenpläne, Lernen an Stationen, Werkstattunterricht ermöglichen u.a. Individualisierung und fördern selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen. Berücksichtigung individueller Interessen und Vorlieben der Schüler*innen können wichtig sein, um Lernmotivation, Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft anzubahnen bzw. auszuweiten.
Viele Schüler*innen haben einen erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Wahrnehmung, Konzentration, Aufmerksamkeit, Ausdauer, Motorik und Koordination. Entsprechende Förderangebote werden individuell in den Unterricht und in die Hofpausen integriert. Strukturierung, Ritualisierung und konsequentes Erziehungsverhalten geben den Schüler*innen die nötige Sicherheit und Orientierung. Individuelle Verhaltensziele werden in Kooperation mit der Klinik getroffen, mit den Schüler*innen besprochen und täglich mit den Schüler*innen zusammen reflektiert.

In der Kleingruppe haben wir die Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen mit besonders intensivem Förderbedarf außerhalb eines Klassenverbandes zu beschulen.

Nach dem Mittagessen bieten wir Schülerinnen und Schülern der Primarstufe an einigen Tagen der Woche  eine individuelle Förderung an.

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