Klasse 1/2/3

Klasse 1/2/3

Schüler/innen der Klasse 1/2/3

Die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklasse der Hilde-Domin-Schule werden u.a. mit folgenden klinischen (Verdachts-) Diagnosen aufgenommen: ADS/ ADHS – Zwangserkrankungen – Essstörungen – Sozialphobien – oppositionelles Problemverhalten – Störung des Sozialverhaltens – kindliche Depression – Schulangst – Schulverweigerung – Trennungsängste – Störung der Emotionalität – Störungen im Lern- und Leistungsverhalten – Enuresis – Enkopresis – Tics – Autismus-Spektrum-Störung.

Auswirkungen auf den Unterricht

Alle genannten Störungsbilder wirken sich auf das Lern- und Leistungsverhalten der Schülerinnen und Schüler aus.
Somit ist es unsere Aufgabe, nach intensiver Beobachtung sowie in Kooperation mit der Heimatschule und Klinik eine individuelle Förderung im Unterricht umzusetzen. Da unsere Schülerinnen und Schüler sowohl aus der Grundschule als auch aus der Förderschule kommen und ihre Erkrankung sich häufig negativ auf das Lern- und Leistungsverhalten auswirkt, zeigt die Gruppe ein sehr heterogenes Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten. Dadurch ist ein individualisierter Unterricht unabdingbar.
Neben dieser individuellen Förderung in den Kernlernfächern (Deutsch, Mathematik, Sachkunde und z.T. Englisch) hat der Gruppenkontext zur dimensionalen Diagnostik als auch zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen zentrale Bedeutung. Ergänzt wird der Unterricht durch Angebote im psychomotorischen und künstlerischen Bereich.

Konsequenzen aus den psychiatrischen Störungen für die Unterrichtsgestaltung

Die oben genannten Krankheitsbilder erfordern Individualisierung und Differenzierung im Umgang mit jedem einzelnen Schüler.
Kleinschrittige Lernangebote, um erfolgsorientiertes Lernen aufzubauen und zu stärken.
Offene Unterrichtsmethoden wie Wochenplan, Lernen an Stationen, Werkstattunterricht ermöglichen Individualisierung und selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen.
Berücksichtigung der individuellen Interessen und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler sind uns wichtig, um Lernmotivation und Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft anzubahnen und aufzubauen.
Gerade zu Beginn einer Beschulung achten wir auf Gruppenfähigkeit des Einzelnen, um dann gezielt Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit einzusetzen.
Strukturierung und Ritualisierung innerhalb des Unterrichtsvormittages geben den Schülerinnen und Schülern Sicherheit und Orientierung.
Wir stimmen Verhaltensziele in Kooperation mit der Klinik, und den Schülerinnen und Schülern ab und arbeiten mit Verhaltensplänen.
Viele Schülerinnen und Schüler haben aufgrund ihrer Erkrankungen einen erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit, Ausdauer, Motorik und Koordination. Entsprechende Förderangebote werden in den Unterricht und in die Pausen integriert.

In der Kleingruppe haben wir die Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen mit besonders intensivem Förderbedarf außerhalb eines Klassenverbandes zu beschulen.

Nach dem Mittagessen bieten wir Schülerinnen und Schülern der Primarstufe an einigen Tagen  in der Woche eine individuelle Förderung an.

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